Porträt von Nicoletha

Nicoletha June ist 18 Jahre alt. Sie wurde in Muleba, einem Dorf in der Nähe Bukobas geboren und ist heute Schülerin in ihrem 2. Ausbildungsjahr in unserer Schneiderei.

1. Was sind Deine Hobbys und deine Träume ... was magst Du am liebsten?

Am liebsten singe ich. Mein Traum ist es, dass ich später meinen eigenen Laden betreiben werde.

2. Was waren Deine Probleme bevor Du die Schwestern getroffen hast?

Bevor ich die Schwestern getroffen hatte, hatte ich Probleme mit meiner Familie. Meine Eltern hatten sich getrennt, als ich noch sehr jung war: Mein Vater lebt in einer anderen Stadt, während meine Mutter mit ihrem zweiten Ehemann lebt. Als ich meine Grundschulbildung abgeschlossen hatte, waren die Kosten für die weiterführendeSchule leider zu hoch. Meine Eltern hatten nicht genügend Geld, um mir den Schulbesuch zu finanzieren.

3. Wie hast Du die Schwestern getroffen?

Ich traf mich mit Schwestern, als bei mir 2016 die Aufnahmeprüfung zum College anstand. Meine Mutter hat mir erzählt, dass die St.Theresienschwestern Kindern helfen und somit habe ich mich an sie gewandt.

4.Wie haben Dir die Schwestern geholfen?

Nach bestandener Aufnahmeprüfung für das College wurde ich von den Schwestern interviewt. Nachdem ich ihnen meine Lebenssituation geschildert hatte, haben sie mir die Aufnahme für das College finanziert. Ich bin sehr dankbar für den Unterricht und die all das, was ich dort erlernen darf. Seitdem mich die Schwestern unterstützen, lebe wieder bei meiner Mutter, nachdem ich eine lange Zeit ohne meine Mutter leben musste. Allerdings ist es nach wie vor schwierig, mit meinem Stiefvater zusammenzuleben. Manchmal ist meine Mutter nicht in der Lage, die schulischen Materialien wie Schulranzen, Schuhe, Schulhefte usw. zu kaufen, aber die Schwestern unterstützen mich. Ich freue mich sehr, mich fortbilden zu können.

Anmerkung: Wir denken an sie mit guten Wünschen, da sie derzeit schwer erkrankt ist.

Das Glücksprojekt - Betrachtung aus Kinderaugen

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„Was heißt eigentlich Glück für Dich?“

…Diese Frage stellten wir Schulkindern im Rahmen unseres Glücksprojekt im Sommer 2019, das von den Jugendlichen Carolina Schremmer und Philip Rust durchgeführt wurde. Das besondere an diesem Projekt war, dass es sowohl mit deutschen Schulkindern der Canisiusschule in Großhadern, als auch mit von uns unterstützten Schulkindern in Tansania durchgeführt wurde. Die Idee für das Projekt entstand aus dem Gedanken, einen Kulturaustausch zwischen den Kindern aufzubauen, der individuelle Glücksvorstellungen als Inhalte haben sollte. Dieses Konzept wurde das erste Mal in einem Workshop im Jahr 2008 durch Andi Janka durchgeführt. 

Die Projektdurchführung

Zunächst füllten die Kinder einen kleinen Steckbrief über sich als Person aus und verliehen anschließend ihren Glücksvorstellungen in Form eines Kunstwerkes Ausdruck. Das Beeindruckende war, dass die Kinder beider Kulturen trotz der grundlegend unterschiedlichen Lebensweisen ziemlich überschneidende Vorstellungen über ihr persönliches Glück hatten. Auf den Bildern waren Fußballspiele, Hunde oder Geburtstagskuchen zu sehen.

Die Kinder nahmen den Kulturaustausch auf beiden Seiten sehr positiv auf. Besonders spannend war es für sie, etwas aus dem Leben von Gleichaltrigen zu erfahren, die so weit entfernt in einem ganz anderen kulturellen Kontext, ja sogar auf einem ganz anderen Kontinent leben. Diese erfolgreichen Ergebnisse haben uns gezeigt, wie groß doch die Überschneidungen in Lebenssichtweisen trotz scheinbar sehr großer Kulturunterschiede sind, und wie wichtig es daher ist, Verständnis füreinander zu schaffen und Gemeinsamkeiten aufzuzeigen. Auch die Freiwilligen Carolina S. und Philip R. waren begeistert von dem Projekt; mit den Kindern arbeiten zu können, war für sie eine große Freude und besonders überrascht waren auch sie über das Resultat der angefertigten Kunstwerke.

Fazit

Insgesamt war das Glücksprojekt ein großartiger Erfolg, der uns die Welt ein Stück mehr aus den Kinderaugen hat sehen lassen und das für eine intensivierte kulturelle Verständigung auf jeden Fall wiederholenswert ist. 

Abschlussfeier unserer Schneiderinnen und Schneider

Wir möchten unseren Absolventen aus der Schneiderei und Schreinerei gratulieren:
am 16. November fand die Abschlussfeier auf dem compound der Schwestern in Nyaigando statt.

Um den Schreinern und Schneiderinnen den Einstieg in die Arbeitswelt zu erleichtern, erhalten die Mädchen als Abschiedsgeschenk eine eigene Nähmaschine und die Jungen eine eigene Fräsmaschine.

Dank Ihrer Spenden konnten wir 2018 50 Mädchen und 19 Jungen eine Ausbildung ermöglichen.
Auch an Sie als Spender ein herzliches Dankeschön !

Familienbesuch in den Dörfern

Anfang Oktober haben Sr. Margareth Banyenza und Sr. Regina verschiedene Familien in Magoti ,Bukoba, besucht. Hierbei haben sie Godfrey Gosbert und Frack Gosbert kennengelernt, die bei ihrem sehr kranken Vater leben und aus finanziell sehr prekären finanziellen Verhältnissen stammen. Dank Ihrer Spendengelder können wir werden Godfey und Frack ab Januar 2019 unterstützen und somit den Grundschulbesuch ermöglichen.