Siku ya Mama Njema – das ist das Swahili Wort für Muttertag und die Bezeichnung für den Tag in Tansania, an dem Muttertag gefeiert wird. Die genaue deutsche Übersetzung davon ist „Tag der guten Mutter“.
Er findet auch wie bei uns am zweiten Sonntag im Mai statt.
Nicht für jedes Kind ist es allerdings selbstverständlich, eine Mutter zu haben, die es an diesem Tag beschenken kann und viele Kinder befinden sich zudem in solchen Nöten, dass sie nicht die Möglichkeit hätten, eine Mutter zu beschenken.
Daher wollen wir dieses Jahr zum zweiten Mal den Muttertag für eine Muttertagsaktion nutzen, bei der wir Menschen dazu animieren wollen, diese Kinder mit einer Spende zu unterstützen und zu beschenken.
Durch diese Spenden möchten wir den Kindern den Besuch von sogenannten „Memory Book Seminaren“ ermöglichen. Hier können Eltern in Palliativ-Situationen mit ihren Kindern gemeinsame Erinnerungen und Wünsche für sie festhalten oder aber die Vergangenheit aufarbeiten; unter anderem mit den Leitfragen: „Was ist unsere Familiengeschichte? Was haben wir zusammen erlebt? Was möchte ich dir mitgeben?“
Diese Seminare sind zentral, um die Kinder und Jugendlichen ganzheitlich zu unterstützen und den Weg für ein selbstbestimmtes Leben zu ebnen.
Um den Besuch dieser Seminare zu ermöglichen, braucht es dabei nicht mal viel. Schon 4€ reichen aus, damit ein Kind für ein Jahr an diesen Seminaren teilnehmen kann. Lassen also auch Sie sich davon motivieren und erzählen Sie auch Freunden und Familie davon.
Gespendet werden kann wie immer an unsere Bankverbindung, über Onlinespende oder an unser PayPal (spenden@solidarity-orphans.org).
Und was ist sonst noch so in der Zwischenzeit passiert, über das sich berichten lässt? Natürlich wie immer: reichlich!
Zunächst gibt es in diesem Jahr in Tansania einige personelle Veränderungen und schweren Herzens mussten wir Abschied von Sister Suzana nehmen, da sie durch den Orden zu einem neuen Projekt berufen wurde.
Neu im Team begrüßen durften wir Sister Matrona Pius, die durch ihr Studium als Buchhalterin und ihre Tätigkeit in verschiedenen Gesundheitseinrichtungen fachliche Kompetenz und Erfahrungsschatz mit in das Team einbringt.
Auch unseren über zehn Jahre hinweg treuen Mitarbeiter Reginald Kameya, der bei uns als Computerlehrer und aber auch so viel mehr tätig war, mussten wir leider verabschieden, da er an einer Secondary School eine neue Stelle als Computerlehrer gefunden hat.
Dafür dürfen wir als neue Lehrkräfte in der Schreinerei und Schneiderei Therese Gasper und Ansbert Amani begrüßen.
Im Unterrichtsalltag erlernen die Schneiderschülerinnen, die gerade in Ausbildung sind, weiter fleißig praktische Fähigkeiten, wie es nebenstehend im Bild zu sehen ist. Dabei handelt es sich um Schülerinnen des zweiten Ausbildungsjahres.
Die Auszubildenden der Schneiderei nahmen zudem an einem wichtigen Workshop zur Prävention sexueller Gewalt teil. Sie wurden dabei durch einen Ward Executive Officer über Schutzmöglichkeiten, Rechte und Prävention aufgeklärt und erhielten konkrete Tipps und Informationen an die Hand, wie sie sich im Ernstfall Hilfe holen können.
Vor zwei Monaten fand auch eine Vermessung der unterstützten Schüler*innen statt, um ihnen passende Schuluniformen in den erhobenen Größen zur Verfügung stellen zu können.
Mitte April wurden schließlich neue Schulmaterialien an von uns und damit natürlich auch von Ihnen unterstützte Schüler*innen ausgegeben, worüber sie sich sehr freuten und ein tief empfundenes Dankeschön schicken.
Natürlich kommt auch die Lehre in der Schreinerei nicht zu kurz, wie man im nebenstehenden Foto sehen kann, wo Schüler des ersten Lehrjahres unter Anleitung von einem neu eingestellten Lehrer praktische Fähigkeiten erlernen.
Viel größere Neuigkeiten in Verbindung mit der Schreinerei sind allerdings, dass die Bauarbeiten an der Unterkunft für Studierende der Schreinerei in Igombe fertig gestellt wurden und die Schüler vor einigen Wochen dort einziehen konnten.
Und was ist sonst noch so bei unserer Arbeit in Deutschland passiert?
Mitte April fand wieder ein Deutschlandtreffen statt, bei dem die weitere Planung der diesjährig anstehenden Aktionen besprochen und auch die oben dargestellte Muttertagsaktion konzipiert und vorbereitet wurde.
Mitte Mai steht nun die Mitgliederversammlung auf dem Programm, bei der verschiedene aktuelle Themen, die Arbeit in Deutschland betreffend, sowie Neuigkeiten aus Tansania, besprochen werden. Ab 10. Mai tritt bei uns zudem die 2-Faktor Authentifizierung verpflichtend in Kraft, um unsere Vereinsinhalte und damit teilweise sensible Informationen bestmöglich zu schützen.
Ansonsten gehen die verschiedenen Arbeitsgruppen wie üblich ihren Aufgaben nach, um die Vereinsarbeit und unsere Fortschritte dadurch weiter zu verfolgen.

