Porträt von Anisia

Anisia besuchte im Jahr 2018, als wir das Porträt von ihr machten, die Abschlussklasse der Grundschule in Kalema. Mittlerweile können wir sie beim Besuch der weiterführenden Schule unterstützen und ihr damit auch helfen, ihren Traum, später als Krankenschwester arbeiten zu können, in die Wirklichkeit umzusetzen.

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Anisia Stanslaus wurde am 15.Juli 2002 geboren. Tragischerweise verlor sie bereits im Kleinkindalter sowohl ihre Mutter als auch ihren Vater und ist somit eine Vollwaisin.

Anisia hat bis sie neun Jahre alt war, nicht den Grundschulbesuch aufnehmen können. Glücklicherweise fand sich dann jedoch ein Familienmitglied, das Anisia mit den notwendigen Kosten für das Essen und Schulmaterialien helfen konnte. Dies ermöglichte ihr schließlich den Schulbesuch. Als unsere Schwestern erfuhren, wie schlecht es Anisia ging, unterstützen sie das Mädchen sofort und kümmerten sich besonders um sie. 

Neben dem Unterricht liebt Anisia es, Volleyball zu spielen und für die Schule zu lernen. 

Porträt von Happiness

Happiness K. Frederick wurde am 5.November 2006 in Kangoma, Ikobe geboren und besuchte 2017, als wir das Porträt von ihr verfassten, die fünfte Klassenstufe der Nyakato Grundschule. Schon zu dem Zeitpunkt träumte sie davon, später als Professorin an einer Universität tätig sein zu können.

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Bereits als sie sehr jung war, wurde Happiness durch den Tod beider Elternteile eine Vollwaisin. Seitdem lebt sie bei ihrer Tante. Glücklicherweise hat sie auch noch zwei Geschwister.

Ihr Bruder musste nach der Grundschule leider von einem Besuch der weiterführenden Schule absehen, da ihre Familie zu arm war, um seine Schulgebühren und -materialien bezahlen zu können.

Für den Schulbesuch, läuft Happiness jeden Tag etwa je eine Stunde für den Hin- und Rückweg. 

In ihrer Freizeit, liebt sie es, Bücher zu lesen und Fußball zu spielen.

Wir möchte sie natürlich für einen weiteren Schulbesuch - und somit auch der Umsetzung ihres Traums später - unterstützen, insbesondere um die Finanzierung der benötigten Schulmaterialien sicherzustellen.

 

Porträt von Gerald

Gerald ist mittlerweile 17, ein Einzelkind und seit 4 Jahren Vollwaise. Er ist dennoch bereits in der Grundschule ein fleißiger Schüler gewesen und hat nicht aufgehört, zu träumen. Am liebsten würde er später nämlich als Ingenieur tätig sein können. Wir freuen uns, ihn unterstützen zu dürfen und hoffen natürlich auch, dass er sein Traum in Wirklichkeit umsetzen kann. 

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Gerald Bahahti wurde am 24.März 2003 in Buguruka geboren. Seine Mutter starb leider, als er erst fünf Jahre alt war. Im Alter von sieben Jahren kam Gerald auf die Rushaka B Grundschule. Im Jahr 2016 verstarb dann Geralds Vater, weshalb er nun bei seinem Onkel wohnt. 

Die Schwestern unterstützen Gerald seit dem Tod seines Vaters.

Gerald hat bereits Standard 7 (Grundschulbildung) in der Rushaka B Grundschule abgeschlossen. Wir unterstützen ihn, so gut wir können mit Schuluniform, Schulutensilien, einem Paar Schuhe, einem Schulranzen und einem Pullover. Besonders hervorzuheben ist, dass Gerald es trotz seines schweren Schicksals geschafft hat, in der landesweiten vereinheitlichten Grundschulprüfung den 1. Platz zu belegen! 

Er liebt es, Bücher zu lesen und Fußball zu spielen. Mittlerweile besucht Gerald schon die weiterführende Schule und wir freuen uns, ihn hierbei weiter unterstützen zu dürfen.

Porträt von Paskazia

Dieses Porträt ist Paskazia Nyegei gewidmet. Sie ist eine Halbwaise aus dem tansanischen Dorf Muyaba und besucht dort die Kashozi Grundschule. Paskazia verlor ihren Vater durch Aids. Nachdem wir sie über die Theresienschwestern kennengelernt hatten,  unterstützten wir sie für einen fortgesetzten Schulbesuch. Außerdem nahm sie mit ihrer Mutter an einem unserer Memory-Book Seminare teil, welches ihr Raum bot, über ihre Gefühle und ihre Geschichte reden zu können. 

 

Paskazia ist 11 Jahre alt und geht gerade auf die Kashozi Grundschule. Dies ist eine öffentliche Schule, in der Solidarität mit Waisen e.V. 2018 insgesamt 25 Kinder unterstützt hat.

Paskazia kommt aus dem Dorf Muyaba und lebt dort mit ihren Großeltern und ihrer Mutter zusammen, nachdem ihr Vater vor vier Jahren dem Kampf gegen Aids erlegen ist. Dieser Einschnitt führte für die Mutter zu großen Schwierigkeiten, den Lebensunterhalt für Paskazia sowie ihre Schulbildung zu finanzieren. Über Lehrer kam Paskazia schließlich in Kontakt mit den Theresienschwestern, als diese die Kashozi Schule besuchten, um mit Waisenkindern Kontakt aufnehmen und besonders bedürftige Kinder mit Schulbedarf versorgen zu können. Seitdem werden die Kosten für Paskazias Schuluniform und ihre Lernmaterialien von den Theresienschwestern finanziell abgedeckt. 

 

Paskazias Alltag

Paskazia steht jeden Morgen um 6 Uhr auf, da sie gemeinsam mit Freunden von ihrem Dorf Muyaba zu Fuß zur Schule laufen muss. In der Schule wird sie von Frau Joyce Malashi, Herrn Kanyarwanda und Frau Anamary in den Fächern Wissenschaft, Englisch, Mathematik, Sozialkunde und Kiswahili unterrichtet – mit insgesamt 61 anderen Kindern in einer Klasse.

In ihrer Freizeit spielt Paskazia am liebsten mit ihren Freunden Fußball und Netball – eine abgewandelte Form von Basketball, zudem trommelt sie sehr gerne. Paskazias großer Wunsch ist es, später Lehrerin zu werden, damit sie genügend Geld verdient, um ihre Familie zu unterstützen und in einem schönen Haus leben zu können. Derzeit unterstützt Paskazia ihre Mutter und Großeltern, die Bauern sind, indem sie ihrer Mutter beim Kochen hilft und regelmäßig Wasser holt. 

Ihre schönste Erfahrung im Jahr 2018 war Weihnachten, als sie von ihrer Mutter ein neues Kleid geschenkt bekam und sie zu diesem besonderen Tag Reis mit Fisch aßen.

 

Teilnahme am Memory-Book-Seminar  

Wir freuen uns zudem sehr, dass Paskazia an unserem Memory-Book-Seminar teilgenommen hat: „Wer bin ich? Wo gehöre ich hin?“; das sind Fragen, die sich Aids-Waisen leider nur zu oft stellen müssen. Wenn eine Familie aufgrund des Todes eines oder beider Eltern zusammenbricht, kann ein Memory Book (zu Deutsch: Erinnerungsbuch) Kindern helfen, einen Teil ihrer Identität beizubehalten oder wiederzufinden.

In dem Memory-Book-Seminar lernen die Kinder, mit dem Verlust ihrer Eltern umzugehen und bekommen durch die Theresienschwestern psychologische Unterstützung. Paskazia hat dieses Semi- nar gemeinsam mit ihrer Mutter besucht und mit ihr über ihren Vater gesprochen. Teil des Seminares ist es auch, einen Familienbaum aufzuzeichnen. So war es für Paskazia sehr hilfreich, zu erfahren, wo ihr Vater herkommt und wer ihre Verwandten sind.

 

basierend auf einem Bericht von Max Musiol