Weihnachtsnewsletter 2023 | Kushikilia - Innehalten

Kushikilia - Das ist in 1:1 Übersetzung das Wort für „Pause“; im übertragenen Sinne aber auch das für „Innehalten“ . Und mit diesem Wort möchte ich den diesjährigen Weihnachtsnewsletter und damit auch den letzten Newsletter des Jahres 2023 einleiten.

Wie im Flug vergingen die Wochen seit dem vorletzten Newsletter von 2023, der vor gar nicht so viel Zeit seine Runde machte. Schon da begann ich darüber zu reden, dass nun wieder die Tage und Momente des Innehaltens kommen, in denen man das zurückliegende Jahr noch einmal Revue passieren lässt, um sich der Gewissheit zu verschaffen, dass es doch wieder ein prall gefülltes Jahr war, auch wenn man – wie vermutlich jedes Jahr aufs Neue – das Gefühl hat, dass es schon wieder einen Ticken schneller vergangen ist, als das vorangegangene Jahr.

Gerade, wenn sich der vorweihnachtliche Stress der letzten Tage und Wochen gelegt haben wird - nachdem er am Sonntag wahrscheinlich im Finale gipfelt -eröffnet sich plötzlich ein großer Raum für dieses Innehalten und Revue passieren lassen.

Dabei hoffe ich, dass Sie auf zahlreiche erfüllende Momente zurückblicken dürfen, die Sie auch im Nachhinein noch zum Lächeln bringen. Für alle schwierigeren Momente, die dieses Jahr möglicherweise für Sie bereitgehalten hatte, hoffe ich, dass Sie sich dennoch nicht alleine gelassen damit gefühlt haben und nicht die Zuversicht verloren haben, dass auch wieder andere Zeiten kommen.

Ich möchte Ihnen nun an dieser Stelle - ganz egal, wie das vergangene Jahr bei Ihnen aussah - einen kleinen Videogrüße unser Mitglieder zukommen lassen, mit dem wir uns bei Ihnen ganz herzlich bedanken möchten für die Unterstützung, die Sie in diesem Jahr für unsere Arbeit begonnen haben oder welche Sie schon treu seit mehreren Jahren fortführen! (HIER gehts zum Video).

Ein großes Dankeschön dafür! Sie bilden damit das Fundament, auf dem wir unsere Arbeit mit den dazugehörigen Zielen bauen können.

Nach dem Überbringen dieses ersten wichtigen Teil des Newsletters kommen wir nun noch zu ein paar Geschehnissen der letzten Wochen, die zumindest unsere Vorweihnachtszeit ganz klar mit geprägt haben.

So fand – wie im letzten Newsletter angekündigt – am 10. Dezember der Haderner Christkindlmarkt statt, auf dem auch wir mit einem Stand vertreten waren. Wir verkauften fleißig Pommes und Gemüsesticks und freuten uns über die fleißigen Besuchenden. Wir dürfen dankbar berichten, dass wir durch diese Aktion insgesamt 340€ an Spenden einnehmen konnten, was uns total freut!

An dem darauffolgenden Wochenende vom 16.12. und 17.12. fand dann das Haderner Winterglühen im Stürzerhof statt, bei dem man Weihnachtsbäume erhalten konnte….dabei handelte es sich allerdings nicht nur um irgendwelche Weihnachtsbäume…bei den Bäumen, die dort erhältlich waren handelte es sich um Nordmanntannen, die gegen eine Spende erworben werden konnte. Der Betrag, der für den Erwerb einer solchen Nordmanntanne gespendet wurde, ging dabei zugunsten von „Solidarität mit Waisen“.

Zusätzlich begleitet wurde die Aktion von einer kulinarischen Versorgung bestehend aus Glühwein, Crepes, Würstelsemmeln und weiteren Specials.

Abschließend zu unserem Berichtteil über die Geschehnisse für Solidarität mit Waisen e.V. in Deutschland kommt nun noch ein kleiner Lesetipp für die bevorstehenden Tage.

In der Süddeutschen Zeitung gab es einen sehr spannenden Artikel zur Bevölkerungsentwicklung, den Sie unter diesem Link: finden können: https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/nigeria-ueberbevoelkerung-afrika-bevoelkerungsentwicklung-geburtenrate-e765721/?reduced=true.

Dies führt mich nun zu den Berichten aus Tansania.

Dort haben wir uns bei unseren Mitarbeitern vor Ort mal erkundigt, wie die Menschen dort Weihnachten verbringen. Und so konnte Frenk uns berichten, dass meist Bewohner aus unterschiedlichen kleinen Vororten sich in Gruppen zusammenschließen und sich dann das ganze Jahr über jeden Samstag treffen, um Geld zu sammeln. Für Weihnachten kaufen sie von diesem gesammelten Geld Essen und unterschiedlichstes Gemüse, welches sie dann untereinander aufteilen. Darüber hinaus feiern auch einige der Menschen mit ihren Familien und anderen Familien zusammen Weihnachten. In diesen größeren Konstellationen wird dann gefeiert, getanzt und gemeinsame Drinks gemacht. Als Weihnachtsessen versucht man, eine Mahlzeit zu machen, die normalerweise nicht Teil des alltäglichen Speiseplans ist. Frenk spricht davon, dass bei ihnen sogenanntes Pilau – wobei es sich um ein Reisgericht handelt -  und Fleisch gegessen wird.

Ansonsten haben die Schüler des ersten und zweiten Ausbildungsjahres in der Schreinerei und Schneiderei mittlerweile Ferien, während die des dritten Ausbildungsjahres Ende November ihre Graduation hatten. Frenk machte mit Sr Mery außerdem verschiedene Schulbesuche, um dort unterstützte Schüler*innen neu für das nächste Jahr kennenzulernen.

Zudem haben wir einige weitere Impressionen aus Tansania erhalten. So sind hier einmal Kinder an einem Brunnen im Schulhof zu sehen, von dem sie in der Pause Trinkwasser erhalten können.

Die Schüler*innen auf dem Foto besuchen die Nyakato Primary School.

Weitere Impressionen haben wir von Studierenden am Rubya Health Training Institute (RHTI) erhalten, welche auch von uns unterstützt werden. An diesem Institut werden unterschiedliche Studiengänge der Gesundheitsversorgung angeboten.

So studieren die von uns unterstützten Studierenden beispielsweise Pflege, Klinische Pharmazie und Klinikverwaltung. Wir sind also gespannt, was uns so im nächsten Jahr erwartet, welche Schüler*innen und Studierenden wir unterstützen dürfen und wie sich so bei ihnen der Weg weiterentwickelt.

Um dies auf die Art und Weise zu ermöglichen, wie wir es bisher getan haben, sind wir natürlich weitergehend auf Spenden und Unterstützung angewiesen und hoffen, Sie auch weitergehend für unsere Arbeit begeistern zu können.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch nochmal auf die diesjährige Spendenaktion „Ein Glühwein für Tansania“ aufmerksam machen, die nun schon seit einigen Wochen läuft und wo wir nochmal motivieren wollen, den ein oder anderen Glühweinbetrag zu spenden und ihr Umfeld ebenfalls nochmal auf diese Aktion aufmerksam zu machen.

Ganz unabhängig davon freuen wir uns natürlich über jede weitere Spende, die ihren Weg zu uns findet.

Und mit diesen Rückblicken und der Spendenbitte komme ich nun zum Abschluss dieses letzten Newsletters des Jahres 2023 und es verbleibt mir lediglich, Ihnen ein frohes und gesegnetes Fest zu wünschen, sowie ein ebenfalls besinnliche Zeit zwischen den Jahren mit einem dann guten Rutsch ins Jahr 2024.


Mit besten Grüßen Ihre 

Hanna Hemeling

- im Namen von Solidarität mit Waisen e.V. -